USA bremsen Euro-Retter

USA bremsen Euro-Retter

Bei seinen Bemühungen um die Rettung des Euro müssen die EU-Mitglieder auf finanzielle Hilfe aus den USA verzichten. Denn die US-Regierung lehnt es ab, zusätzlich zu den Krediten im Wert von 200 Milliarden Euro, die der IWF von den EU-Staaten erhalten wird, dem IWF eigene Kredite zu gewähren. In den USA befürchtet man nämlich, diesen Kredit aufgrund etwaiger Staatspleiten in Europa nicht mehr zurückzuerhalten. Die Republikaner im US-Senat fordern sogar, dass es dem IWF untersagt werden solle, von den USA zur Verfügung gestellte Finanzmittel zur Rettung von europäischen Staaten einzusetzen. US-Präsident Barack Obama forderte die Europäer dazu auf, ihre eigenen Probleme selbst in den Griff zu kriegen und meinte, dass Europa genügend finanzielle Mittel dafür besäße. Da es jedoch notwendig ist, dass der IWF und auch der EFSF weitere Kredite von ihren Mitgliedern erhalten, um die Unterstützung für Griechenland, Portugal und Irland fortsetzen zu können, muss die EU nun auf die Schwellenländer setzen.

Aufstrebende Länder aus Asien (z.B. China und Südkorea) und Lateinamerika (z.B. Mexiko und Brasilien) könnten nun anstelle der USA in die Bresche springen. An den europäischen Krediten für den IWF ist Deutschland mit bis zu 45 Milliarden Euro beteiligt, was eine Abstimmung im Bundestag erforderlich macht. Diese ist deshalb erforderlich, weil die eigentliche Garantieobergrenze in Höhe von 211 Milliarden Euro durch den neuen Kredit übertroffen wird.