Wie geht es mit Schlecker weiter?

Wie geht es mit Schlecker weiter?

Der grosse Drogerie-Konzern Schlecker steckt in der Krise. Die Zeiten der 70ziger und 80ziger Jahre, in denen die Drogeriemärkte von Schlecker ganz gross rauskamen, sind vorbei. Leider hat Schlecker sich nicht gewandelt, aber das muss man in der heutigen, schnelllebigen Zeit. Die Wettbewerber waren klüger und änderten ihr Konzept ständig, Schlecker blieb bis heute bei dem Konzept aus den Anfangsjahren.
Zudem kam Schlecker in die Negativ-Schlagzeilen durch Mitarbeiter-Bespitzelung und verlor dadurch das Vertrauen und eine Vielzahl von Kunden.

Verantwortlich für die Misere bei Schlecker ist in erster Linie der Firmengründer und -chef. Er wollte sich dem Wandel der Zeit nicht anpassen. Seine beiden Kinder, ebenfalls Mitglieder der Geschäftsleitung versuchten viel zu spät, das Ruder herumzureissen. Das kam leider zu spät und es kehrten keine Kunden zurück.

Nun soll der Konzern saniert werden durch eine Planinsolvenz. Hierdurch würden die meisten der 30.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Durch diesen Plan würde das Unternehmen neu organisiert und gesundgeschrumpft werden. Hierzu muss aber die Mehrzahl der Gläubiger zustimmen. Und vor allem die Gesellschafter müssen mitziehen, die alle Mitglieder der Familie Schlecker sind.

Investoren bringen Geld nach Spanien und Italien

Investoren bringen Geld nach Spanien und Italien

Zwei EU-Staaten kommen wieder leichter an Geld und das günstiger als bisher.
Italien und Spanien haben über 20 Milliarden Euro neues Geld und zahlen dafür weniger Zinsen als vorher.

ITALIEN
So schnell sollte man jedoch nicht auf das Ende von Italiens Schuldenkrise hoffen. Doch es ist ein Anfang. Italien braucht dieses Jahr insgesamt 300 Milliarden, um seine Schulden zu tilgen.

Die angestrebten 12 Milliarden Euro nimmt Italien zunächst durch Papiere mit einem halben und einem Jahr Laufzeit auf, Berichten des italienischen Finanzministeriums zufolge.

SPANIEN
Spaniens Situation ist entspannter als Italiens.
Spanien nahm doppelt soviel ein wie angestrebt war – durch eine Auktion dreier Staatstitel mit mittelfristiger Laufzeit erzielte es 10 Milliarden Euro.

BÖRSE
An der Börse wurden die Aktionen mit Kursgewinnen quittiert.
Den Dax trieb das am Donnerstag auf Höchstand seit Ende August.

Anleger zahlen für Deutschland drauf.
Am Montag wurde zunächst auf Rendite verzichtet, um Deutschland kurzfristig Geld zu verschaffen. So setzte der Bund 3,9 Milliarden Euro für einen Zins von weniger als 0,01 %. Das heißt, dass Deutschland für neues Kapital praktisch nicht zahlt, sondern sogar eine Sicherheitsprämie obendrauf bekommt.

Finanzminister Schäuble (CDU) hat letztes Jahr wegen der günstigen Entwicklung viel weniger neue Schulden als erwartet gemacht.

Die Nettokreditaufnahme war rund 17,3 Milliarden Euro, laut Mitteilung des Finanzministeriums. Man hatte 2011 mit 22 Milliarden Euro Neuverschuldung gerechnet. Ursprünglich waren 48,4 Milliarden Euro angedacht.

2012 plant Schäuble wieder mehr neue Schulden (rund 26,1 Milliarden Euro). Offen ist, welche Rolle dabei der dauerhafte Euro-Rettungsschirm spielt.

Dieser startet im Juli und wird höher ausfallen als die bisher gedachten 4,3 Milliarden Euro.

Deutschland behält sein Top-Rating weiterhin

Deutschland behält sein Top-Rating weiterhin

Das große Zittern war unbegründet. Überraschenderweise hatten die jüngsten Rating-Attacken durch Standard & Poor`s kaum negative Auswirkungen auf die internationalen Börsen. Im Gegenteil! Die europäischen Kurse zogen sogar noch an und der Deutsche Aktien Index erreichte einen Rekordwert und den Höchststand seit fast vier Monaten.

Mühelos besorgte sich der Euro-Rettungsschirm EFSF frisches Geld in Form von 1,5 Milliarden Euro. Somit blieb die Herabstufung der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor`s ohne die befürchteten Folgen. Der Europachef der Ratingagentur Moritz Krämer gab auch bereits eine Entwarnung. Das „AAA“ Top-Rating für Deutschland wird auch im Jahr 2012 weiterhin bestand haben. Laut dem Europachef geht S & P davon aus, dass sich Deutschland nach wie vor in einer vergleichsweise starken Positionierung befindet und auch eine mögliche Rezession im Jahr 2012 ohne eine Herabstufung schaffen sollte.

Währungskrieg Euro vs. Dollar?
Es kursieren Gerüchte über einen möglichen „Währungskrieg“ zwischen dem amerikanischen Dollar und dem Euro. Zu diesen Spekulationen äußerte sich der S & P Chef ebenfalls und verwies diese „unsinnige Verschwörungstheorie“ in das Reich der Fabelgeschichten. Ebenso warnt er die Regierungen der Europäischen Länder vor zu harten Einsparungen, diese hemmen nachhaltig das Wirtschaftswachstum.

Auch Ratingagenturen machen Fehler
Jörg Asmussen warnte vor der zunehmenden macht der Ratingagenturen. Der Direktor der Europäischen Zentralbank kritisierte das vorgehen der Ratingagenturen und attestierte diesen ebenfalls Fehler in der Krise begangen zu haben. Auch Ratingagenturen liegen mit ihren Urteilen nicht immer richtig und können danebenliegen. Auch Ratingagenturen dürfe man nicht blindes Vertrauen schenken, so der EZB-Chef weiter; es laufen gesetzgeberische Prozesse, welche diesen Fehltrend des übermäßigen Vertrauens auf externe Ratings schnellstmöglich korrigieren sollen.

Apple im Patentstreit mit Motorola

Apple im Patentstreit mit Motorola

Die Motorola-Smartphones dürfen keine Patente des iPhone Anbieters verletzen. Dies wurde 2010 von der US-Handelsbehörde International Trade Commission entschieden. Unteranderem geht es um das Motorolas Android-Smartphones Droid, Droid 2 und Droid X. Diese besitzen drei Patente der Multitouch-Technik worauf Apple eine Beschwerde eingereicht hat. In einer Pressemitteilung teilte der Chef-Justiziar Scott Offer mit, dass Motorola Mobility sich sehr zufrieden zeigte mit der Entscheidung der US-Handelsbehörde. Allerdings handelt es sich erstmal um ein Vorläufiges Urteil, denn ein sechsköpfiges Gremium der ITC muss noch die Entscheidung, innerhalb der nächsten Monaten, bestätigen.

Das Gremium folgt meistens den vorläufigen Einschätzungen der ITC-Richter. Dies ist aber nicht immer umbedningt der Fall. Seit schon über einem Jahr bekriegen sich die beiden großen Konzernen gegeneinander. Es fing damit an, dass Motorola wegen angeblicher Patentverletzungen den Konzern Apple verklagte. Daraufhin folgten Gegenklagen und Beschwerden bei der ITC. In Asien wurden die Geräte nahezu schon komplett produziert, daher würde ein schwerer Schlag die beiden Konzernen treffen. Da die Behörde bei Patentverstößen die Einfuhr von Prodikten in die USA verbieten kann, wäre es ein weitere schwerer Schlag für den Konzern. Allerdings ist es nicht der einzige Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen. Denn seit kurzem klagt Apple gegen den großen Konzern Samsung

Dax freundlich trotz S&P-Abstufung

Dax freundlich trotz S&P-Abstufung

Mit der „Tendenz freundlich“ präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt am Montagmittag. Obwohl die US-Ratingagentur S&P; am Freitag neun europäische Länder abstufte, notierte der Dax zuletzt 0,45 Prozent auf 6.170,70 Punkte. Der MDax Mittelwert legte um 0,21 Prozent zu, der TecDax gewann 0,68 Prozent.

Dieser Schritt wurde von S&P;, laut einer Händlerin, erwartetet. Welche Auswirkung die Abstufung auf den Euro-Rettungsschirm EFSF haben wird sei jedoch viel wichtiger, da eine Aufstockung nun um einiges teuerer und schwieriger werden dürfte. In den nächsten Tagen, wenn der EFSF, Frankreich und Spanien frische Anleihen platzieren, könnte sich die Wirkung der Abstufung noch intensivieren.

Automobilwerte waren unter den Einzelwerten am stärksten. So waren Daimler mit einem Plus von 2,95 Prozent auf 39,090 Euro an der Spitze im Leitindex und BMW legten 1,90 Prozent auf 59,56 Euro zu.

Schlusslicht im Dax waren HeidelbergCement mit einem Verlust von 3,69 Prozent auf 33,845 Euro. Der Wettbewerber Holcim hatte durch einen Einbruch im Zementverbrauch außerordentliche Abschreibungen im vierten Quartal verbuchen müssen.
Im MDax sackten die Aktien der Heidelberger Druckmaschinen von 7,03 Prozent auf 1,600 Euro ab und landeten am Ende. Händler verwiesen hierbei auf die Insolvenz des Konkurrenten Manroland.

Um 6,29 Prozent kletterte der Minicomputerhersteller Kontron im TecDax an die Spitzenposition des Technologieindex.

Folge der Inflation: Kaufkraft der Rentner schrumpft weiter

Folge der Inflation: Kaufkraft der Rentner schrumpft weiter

Schlechte Nachrichten für Rentner

Inflation und steigende Preise sorgen dafür, dass den Rentnern immer weniger reale Kaufkraft verbleibt. Der Kaufkraftverlust der Ruheständler in Deutschland betrug im vergangenen Jahr trotz Erhöhung ihrer Altersbezüge um 0,99 Prozent noch 1,8 Prozent. Die Teuerung von Energie und Lebensmitteln macht sich im Geldbeutel der Rentner besonders bemerkbar und sorgt dafür, dass sie sich immer weniger leisten können. Die Deutsche Rentenversicherung hatte zum 1. Juli 2011 die Altersbezüge für die 20,2 Millionen Rentner um 0,99 Prozent erhöht. Diese Rentenerhöhung reichte jedoch bei Weitem nicht aus, um die Inflationsrate von 2,3 Prozent aufzufangen.

Kennzahlen, die kürzlich vom Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) veröffentlicht wurden, belegen, dass schon seit Jahren eine sinkende Kaufkraft der Rentner zu verzeichnen ist. Berücksichtigt man die Zahlen, die vom Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in früheren Jahren vorgelegt wurden, sank die Kaufkraft der Rentner seit 2004 inflationsbereinigt um 8.8 Prozent. Doch auch diese Zahl muss kritisch betrachtet werden. So ist der Sozialexperte der HWWI, Jörg Hintze, der Ansicht, dass der Kaufkraftverlust für Rentner tatsächlich noch höher ausfällt, da vor allem in wichtigen Lebensbereichen die Teuerungsrate hoch ist. Die Preise für Energie sind in den vergangenen Jahren besonders stark anstiegen und auch Lebensmittel werden ständig teurer. Dies trifft Rentner besonders hart, weil es sich um Artikel des täglichen Bedarfs handelt. Fallende Preise bei Unterhaltungselektronik und Computern haben jedoch wenig Bedeutung für Ruheständler. Der Sozialexperte rät, einen Warenkorb zusammenzustellen, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist.

 

Deutsche-Bank-Chef rechnet mit Wirtschaftseinbruch

Deutsche-Bank-Chef rechnet mit Wirtschaftseinbruch

„Eine leichte Rezession“ erwarte Deutschland im ersten Halbjahr laut Josef Ackermann. Doch sei, trotz einem kleinen Wirtschaftseinbruch, die Schuldenkrise gut zu lösen und das Bruttoinlandsprodukt dürfte leicht wachsen.

Vor rund 600 Gästen beim Hauptstadtempfang der Bank, sagte Ackermann, dass es gute Gründe für Zuversicht gebe, trotz der Schuldenkrise. Es könne für alle wieder rasch nach oben gehen, wenn Europas beachtliche, aber lösbare Probleme gelöst werden. Im Kern sei die deutsche Wirtschaft ja schließlich gesund.
Als die Schicksalsfrage dieses Kontinents, sprach Ackermann sich für die Vertiefung eines einheitlichen Europas aus.

Die Menschen müssen neu für dieses neue Europa begeistert werden, da es mehr ist, als nur der Weg aus der Schuldenkrise. Um Wohlstand, Werte und Identität Europas bewahren zu können, muss Europa integriert und definitiv vereint sein. Nur so haben die einzelnen Staaten das nötige Gewicht um Wirtschaftkonkurrenten, wie China oder den USA, die Stirn bieten zu können.

Dieser Neujahrsempfang war für den Schweizer der letzte als Gastgeber. Dass ein Land einen Nicht-Staatsbürger so ins Vertrauen zieht, wäre einmalig, so der 63-jährige. Der Investmentbanker Anshu Jain und Deutschland-Chef Jürgen Fitschen werden Ackermann als Doppelspitze im Mai ablösen.

Griechenland droht Pleite, Einigung nicht in Sicht

Griechenland droht Pleite, Einigung nicht in Sicht

Sollten die Verhandlungen zwischen Griechenland und den Banken nicht bald zu einer Einigung führen, wird Athen schon bald komplett pleite sein. Um dies zu verhindern, droht die griechische Übergangsregierung mit drastischen Maßnahmen: Private Gläubiger, die nicht freiwillig auf ihre Forderungen verzichten, sollen per Gesetz, zumindest zu einem Teilverzicht, gezwungen werden. „Allerdings“ so ein Regierungssprecher, „hat die Regierung noch nicht entschieden, ob ein entsprechendes Gesetz ins Parlament eingebracht wird!“
„Die Unterhändler sind inzwischen eher pessimistisch, dass es noch eine Einigung geben wird.“ ließ ein Verhandlungsinsider verlauten. Die Folgen für Griechenland und somit auch für ganz Europa währen bei einem Scheitern der Verhandlungen wohl katastrophal.

Wie eine griechische Zeitung berichtet, will die Regierung bis Montag ein Gesetz vorlegen, wonach Gläubiger zu einem Verzicht ihrer Forderungen, in Form eines Anleihentauschprogramms, zwangsweise herangezogen werden können. Dass Griechenland tatsächlich an solch einem Gesetz arbeitet, belegen auch die Aussagen von Regierungsvertretern aus der Euro-Zone vom Donnerstag.
Natürlich wäre es für die Rettung Griechenlands besser, die privaten Gläubiger, in deren Händen bereits die Hälfte aller ­Hellas-Anleihen liegen, würden freiwillig auf ihre Forderungen verzichten. Doch einige Investoren waren so schlau, etwa Kreditversicherungen (CDS) auf die Anleihen gekauft zu haben, die bei einem Bankrott natürlich fällig würden. Sie haben deshalb wohl eher ein Interesse an einer Staatspleite, bei der sie sich besserstellen würden, als an einem Forderungsverzicht gegenüber Griechenland.

Das geplante, zweite IWF- und EU-Rettungspaket von 130 Milliarden Euro, bekommt Griechenland nur, wenn sich private Investoren daran beteiligen. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn auf rund 100 Milliarden Euro verzichtet, also eine Beteiligungsquote von 90% erreicht wird. Denn sollten weniger Gläubiger einem Forderungsverzicht von 50% zustimmen, bliebe es wieder an den Euro-Partnern hängen, die dadurch entstehende Finanzlücke zu füllen.

Griechenland – 4 Milliarden für Rüstung

Griechenland – 4 Milliarden für Rüstung

Obwohl im Zusammenhang mit dem drohenden Staatsbankrott und den Milliardenhilfen der EU derzeit in Griechenland ein strikter Sparkurs auf der Tagesordnung steht, haben einige Politiker des Landes schon jetzt wieder ganz andere Pläne. Während die griechische Bevölkerung unter der drastischen Kürzung von Sozialleistungen und Löhnen bzw. unter Steuererhöhungen zu leiden hat, um die Einhaltung der strengen EU-Auflagen zu gewährleisten, berichtet ein Wirtschaftsreporter der „Zeit“ von den schier unglaublichen Äußerungen eines griechischen Rüstungsexperten.

Griechenland ist bekanntermaßen einer der größten Waffenkäufer Europas und wurde 2010 innerhalb der Natostaaten darin nur noch von den USA übertroffen. Nun haben einige griechische Politiker offenbar schon wieder einen Teil der angekündigten Rettungsgelder für weitere Rüstungsimporte verplant. 60 neue Kampfflugzeuge für vier Milliarden Euro sollen es sein, außerdem Kampfhubschrauber, U-Boote und Fregatten für einige weitere Milliarden. Besonders für deutsche und französische Rüstungsunternehmen könnte dies laut Vermutungen der „Zeit“ von Interesse sein.

Insgesamt 130 Milliarden Euro sind an Rettungsgeldern von EU und IWF angesetzt worden. Bis zum 20. März muss Staatschef Lucas Papademos die Umstrukturierung seines Landes gegen den Widerstand der Gewerkschaften durchgesetzt haben, denn zu diesem Zeitpunkt werden Staatsanleihen mit einem Volumen von 14,5 Milliarden Euro auslaufen. Ob er seine Reformen angesichts dieser Pläne verteidigen kann, scheint fraglich. Ohne die Gewährung von Notkrediten würde dies jedoch bereits den endgültigen Staatsbankrott bedeuten.

Neuverschuldung 2011 geringer als erwartet

Neuverschuldung 2011 geringer als erwartet

Im Jahr 2011 fiel die Neuverschuldung Deutschlands geringer aus als angenommen. Während mit 22 Milliarden Euro gerechnet wurde, betrug die Nettokreditaufnahme im vergangenen Jahr nach Angaben des Finanzministeriums 17,3 Milliarden Euro.
Für dieses Jahr veranschlagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wieder eine größere Neuverschuldung über einen Betrag von 26,1 Milliarden Euro.

Nachtragsetat durch früheren Beginn des ESM erforderlich
Ausgaben für den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM sind hierbei nicht mit eingerechnet, da ursprünglich vorgesehen war, dass Deutschland erst ab 2013 fünf jährliche Tranchen zu jeweils 4,3 Milliarden Euro einzahlt. Die europäischen Regierungschefs beschlossen jedoch Anfang Dezember 2011 auf dem EU-Gipfel, das Inkrafttreten des ESM auf 2012 vorzuverlegen und die Kapitalzufuhr zu beschleunigen. Daher wird nun erwartet, dass die erste Rate des Bundeshaushalts für den Fonds weitaus höher ausfällt als die veranschlagte Summe. Die Vorlegung eines Nachtragsetats ist somit erforderlich.

Ziel: strukturell ausgeglichener Bundeshaushalt bis 2016
Für das Bundestagswahljahr 2013 sieht die Koalition vor, die bisher angenommene Neuverschuldung von 24,9 Milliarden Euro trotz geplanter Steuersenkungen nicht zu überschreiten. Bis zum Jahr 2016 soll erreicht werden, dass das strukturelle Etatdefizit höchstens 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt.