Folge der Inflation: Kaufkraft der Rentner schrumpft weiter

Folge der Inflation: Kaufkraft der Rentner schrumpft weiter

Schlechte Nachrichten für Rentner

Inflation und steigende Preise sorgen dafür, dass den Rentnern immer weniger reale Kaufkraft verbleibt. Der Kaufkraftverlust der Ruheständler in Deutschland betrug im vergangenen Jahr trotz Erhöhung ihrer Altersbezüge um 0,99 Prozent noch 1,8 Prozent. Die Teuerung von Energie und Lebensmitteln macht sich im Geldbeutel der Rentner besonders bemerkbar und sorgt dafür, dass sie sich immer weniger leisten können. Die Deutsche Rentenversicherung hatte zum 1. Juli 2011 die Altersbezüge für die 20,2 Millionen Rentner um 0,99 Prozent erhöht. Diese Rentenerhöhung reichte jedoch bei Weitem nicht aus, um die Inflationsrate von 2,3 Prozent aufzufangen.

Kennzahlen, die kürzlich vom Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) veröffentlicht wurden, belegen, dass schon seit Jahren eine sinkende Kaufkraft der Rentner zu verzeichnen ist. Berücksichtigt man die Zahlen, die vom Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in früheren Jahren vorgelegt wurden, sank die Kaufkraft der Rentner seit 2004 inflationsbereinigt um 8.8 Prozent. Doch auch diese Zahl muss kritisch betrachtet werden. So ist der Sozialexperte der HWWI, Jörg Hintze, der Ansicht, dass der Kaufkraftverlust für Rentner tatsächlich noch höher ausfällt, da vor allem in wichtigen Lebensbereichen die Teuerungsrate hoch ist. Die Preise für Energie sind in den vergangenen Jahren besonders stark anstiegen und auch Lebensmittel werden ständig teurer. Dies trifft Rentner besonders hart, weil es sich um Artikel des täglichen Bedarfs handelt. Fallende Preise bei Unterhaltungselektronik und Computern haben jedoch wenig Bedeutung für Ruheständler. Der Sozialexperte rät, einen Warenkorb zusammenzustellen, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist.

 

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