Herabstufung weiterer Euro-Länder durch Fitch

Herabstufung weiterer Euro-Länder durch Fitch

Nun hat auch die Ratingagentur Fitch die Bewertung verschiedener Eurostaaten gesenkt. Belgien, Italien, Slowenien Spanien und Zypern wurden dabei herabgestuft. Als Begründung nannte man, dass jene Länder momentan sehr anfällig für Finanzprobleme wären. Die spanischen und slowenischen Ratings sanken auf A, das italienische sogar auf A-. Belgiens Kreditwürdigkeit wird nun mit AA bewertet, Zyperns Bonitätsstufe auf BBB- reduziert.

Die Bonitätsherabstufungen hatten aber keinen großen Einfluss auf die Märkte, die stabil blieben und auch der Euro zeigte keine Schwäche, legte im Gegenteil sogar noch zu. Die Begründung dafür liegt in der Tatsache, dass man die Herabstufung bereits erwartete und die Bewertung durch Standard & Poor’s noch schlechter ausfiel. Die Ratingagentur hatte nämlich vor kurzen sogar neun Staaten der Euro-Zone abgewertet.

Zwar konnte Deutschland sein Top-Rating beibehalten doch Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Österreich, Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern konnten einer Herabstufung nicht entgehen. Dabei wurde unter anderem darauf verwiesen, dass sich gerade die finanziellen und wirtschaftlichen Aussichten für Spanien eintrüben. Durch die Ankündigung von Reformen und Schuldenabbau konnte Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, schlimmeren Herabstufungen entgehen. Mario Monti, der italienische Regierungschef betonte, dass die Probleme Italiens bekannt wären und es für den Euro-Raum aber bisher keine perfekte Regierung gäbe.

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