Investoren bringen Geld nach Spanien und Italien

Investoren bringen Geld nach Spanien und Italien

Zwei EU-Staaten kommen wieder leichter an Geld und das günstiger als bisher.
Italien und Spanien haben über 20 Milliarden Euro neues Geld und zahlen dafür weniger Zinsen als vorher.

ITALIEN
So schnell sollte man jedoch nicht auf das Ende von Italiens Schuldenkrise hoffen. Doch es ist ein Anfang. Italien braucht dieses Jahr insgesamt 300 Milliarden, um seine Schulden zu tilgen.

Die angestrebten 12 Milliarden Euro nimmt Italien zunächst durch Papiere mit einem halben und einem Jahr Laufzeit auf, Berichten des italienischen Finanzministeriums zufolge.

SPANIEN
Spaniens Situation ist entspannter als Italiens.
Spanien nahm doppelt soviel ein wie angestrebt war – durch eine Auktion dreier Staatstitel mit mittelfristiger Laufzeit erzielte es 10 Milliarden Euro.

BÖRSE
An der Börse wurden die Aktionen mit Kursgewinnen quittiert.
Den Dax trieb das am Donnerstag auf Höchstand seit Ende August.

Anleger zahlen für Deutschland drauf.
Am Montag wurde zunächst auf Rendite verzichtet, um Deutschland kurzfristig Geld zu verschaffen. So setzte der Bund 3,9 Milliarden Euro für einen Zins von weniger als 0,01 %. Das heißt, dass Deutschland für neues Kapital praktisch nicht zahlt, sondern sogar eine Sicherheitsprämie obendrauf bekommt.

Finanzminister Schäuble (CDU) hat letztes Jahr wegen der günstigen Entwicklung viel weniger neue Schulden als erwartet gemacht.

Die Nettokreditaufnahme war rund 17,3 Milliarden Euro, laut Mitteilung des Finanzministeriums. Man hatte 2011 mit 22 Milliarden Euro Neuverschuldung gerechnet. Ursprünglich waren 48,4 Milliarden Euro angedacht.

2012 plant Schäuble wieder mehr neue Schulden (rund 26,1 Milliarden Euro). Offen ist, welche Rolle dabei der dauerhafte Euro-Rettungsschirm spielt.

Dieser startet im Juli und wird höher ausfallen als die bisher gedachten 4,3 Milliarden Euro.

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