IWF-Krisenfond wird erhöht

IWF-Krisenfond wird erhöht

Aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird der Kreditbedarf der notleidenden Länder in den nächsten Jahren 1.000 Mrd. Dollar betragen. Da der IWF jedoch für diesen Zweck nur über 385 Mrd. Dollar verfügt, sind über eine Aufstockung des Fonds um 500 Mrd. Dollar Gespräche mit den 187 Mitgliedsstaaten nötig.

Von der EU erhofft der IWF hierfür die Zahlung von 270 Mrd. Dollar, bislang sind 200 Mrd. Dollar zugesagt worden. Für die dann noch fehlenden 300 Mrd. Dollar zuzüglich eines vom IWF geplanten Puffers in Höhe von 100 Mrd. Dollar wünscht sich der IWF die Unterstützung der Schwellenländer, von Japan und von den größeren erdölexportierenden Ländern. Nach den Vorstellungen des IWF soll eine entsprechende Vereinbarung während des G20-Treffens Ende Februar 2012 in Mexiko getroffen werden.

Mit dieser Maßnahme will die Chefin des IWF, Christine Lagarde, eine Ausweitung der Euro-Finanzkrise auf andere Staaten verhindern. Bereits 2009 hatten die G20-Staaten beschlossen, den Krisenfond von 250 Mrd. Dollar auf 750 Mrd. Dollar auszuweiten. Durch die zahlreichen Unterstützungen mit Geldern aus diesem Fond, u. a. auch für Griechenland und Irland, sind dessen Mittel jedoch zur Hälfte verbraucht.

Auf den Finanzmärkten wurde diese Meldung mit Interesse aufgenommen. Damit war auch die Hoffnung verbunden, dass auch Italien mit Geldern aus dem Krisenfond geholfen werden könnte. Diese Hoffnung schlug sich sofort sowohl in den Kursen für italienische Staatsanleihen als auch denen für den Euro nieder, dessen Wert über 1,28 Dollar lag.20

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