Portugal in der Dauerression: Wer hätte das gedacht?

Portugal in der Dauerression: Wer hätte das gedacht?

Erst vor neun Monaten erhielt ein Portugal 78-Milliarden-Euro- Hilfspaket, doch bereits jetzt gehört Portugal wieder zu den EU-Ländern mit der aussichtslosen Finanzlage. Es wird vermutet, das Portugal wieder Hilfe und Aufschub benötigt, obwohl das Land in Westeuropa in Sachen Sparen und Reformen, trotz Armut und Not, bisher sehr gut abgeschnitten hat. Kurz vor dem EU-Gipfel werfen sich nun neue Zweifel über Portugal auf.

Obwohl bereits Gerüchte über die Pleite Portugals vorherrschen, versuchte der Regierungschef Pedro Passos Coelho, liberal-konservativer Politiker, sich aus der Affäre zu ziehen. Er versicherte, dass Portugal kein weiteres Hilfspaket benötigen wird. Leider trifft Coelho damit nicht ins Schwarze: Der Präsident des Industrieverbandes und der Ex-Notenbankchef sprechen von einem Betrag von 30 Milliarden Euro, um Portugal wieder zu richten

Dabei sah es in Portugal doch vor kurzem noch so rosig aus: Ausgabesenkungen und Steuererhöhungen sollten die Defizitziele auf dem schnellsten Weg wieder erreichen. Leider hatte Portugal in diesem Punkt die Rechnung ohne die Wirtschaft gemacht, denn die Wirtschaft in Portugal lässt sehr zu Wünschen übrig, sie ist nicht wettbewerbsfähig.

Somit steht fest, dass Portugal die Pleiten der Wirtschaft in den nächsten Jahren nichts aufarbeiten kann. Kritiker fürchten sich vor einer kleinen Revolution. Das Volk wird streiken und auf die Straßen gehen. Das gefährdet wiederum die portugiesische Demokratie. Im Falle Portugal kann man also nur noch mit einem Aufschwung der Wirtschaft rechnen, das wird wohl auch der EU-Gipfel so sehen.

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